Ist der Gartenteich winterfest?
Absterbende Pflanzenteile, wie beispielsweise Seerosenblätter, sollten vor dem Winter sorgfältig entfernt werden.
Rechtzeitig vor dem Winterbeginn sollte der Gartenteich auf den Winter vorbereitet werden.
Das Hauptproblem im Herbst und Winter ist die Zersetzung der organischen Masse im Teich. Sie verbraucht viel Sauerstoff; dieser wird vor allem unter einer geschlossenen Eisdecke und bei mangelnder Wasserumwälzung knapp. Das führt zum Tod von grösseren Tieren, wie Fischen und Fröschen. Besonders schädlich wirken sich Faulgase aus, wie Schwefelwasserstoff und Methan, die aus der Zersetzung im Faulschlamm stammen. An manchen - meist grösseren Teichen - sind die aufsteigenden Faulgase als Blasen zu beobachten.
Jeder Teichbesitzer sollte deshalb alle absterbenden Pflanzenteile, wie beispielsweise Seerosenblätter, sorgfältig entfernen. Auch Falllaub sollte möglichst vollständig abgefischt werden, bevor es auf den Teichboden sinkt. Fadenalgen und sonstige Zersetzungsmassen müssen ebenfalls raus. In älteren Teichen wird üblicherweise ein Drittel des Bodensatzes entnommen und kompostiert. Grössere Lebewesen, die sich in dem Schlamm finden, können wieder in den Teich zurückgeben werden.
Ein gesunder Teich hat glasklares Wasser, das beim Aufwirbeln von Bodenschlamm innerhalb einer Stunde wieder klar ist. Teiche mit ständig trübem Wasser sind krank. Hier müssen die Ursachen gesucht werden. Meist kommen von aussen Nährstoffe in den Teich, die nicht gebraucht werden, beispielsweise Fischfutter. Besonders nachteilig ist zu grosser Fischbesatz, insbesondere mit Karpfenfischen, wie Goldfischen, die ständig im Schlamm wühlen und deren Ausscheidungen eine Nahrungsgrundlage für Algen bieten. Vielfach genügt es, die Fische abzuschaffen, und der Teich wird nach einiger Zeit klar.
Damit der Teich nicht bis zum Grund durchfriert, sollte das Wasser im Winter weder durch zu späte Reinigungsarbeiten noch durch zu starke Teichpumpen umgewälzt werden. Wenn es zu Beginn des Winters kalt wird, entsteht eine natürliche Wasserschichtung mit verschiedenen Temperaturen. Am Grund des Teiches liegt dann ein Wasserpaket mit einer Temperatur von vier Grad, in dem die Tiere überwintern können. Um das Zufrieren des Teiches zu verhindern, ist das 80%-ige Abdecken mit Styroporplatten oder Luftpolsterfolie mit grossen Noppen zu empfehlen.
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass in Koiteichen ein vernünftiges “Gegenheizen” in den kalten Nächten unter 0° C den Fischen enorm entgegenkommt. Man sollte verhindern, dass die Wassertemperatur unter 7° C sinkt. Dabei muss berücksichtigt werde, dass Fische auch im Winter gelegentlich Futter aufnehmen. Ein Futterentzug für 2 Monate oder länger ist absolut zu vermeiden, da die Fische im Frühling extrem geschwächt gegen die Temperaturunterschiede Tag-Nacht und gegen die sich schnell vermehrenden Parasiten zu kämpfen haben. Von Gesetzes wegen, dürfen Karpfenfische maximal 280 Tagesgrade nicht gefüttert werden. das heisst konkret: Bei einer Wassertemperatur von 4°C muss der Fisch nach 70 Tagen wieder gefüttert werden damit er nicht verhungert. In der Praxis bedeutet dies, dass der Koihalter die Wassertemperatur nach 70 Tagen wieder auf 8° C erwärmen muss, denn erst ab 8°C nehmen die Koi wieder regelmässig Nahrung auf. Hat der Teich aber die 8° C erreicht, ist die tägliche Fütterung unbedingt einzuhalten, denn sonst ist der max. gesetzliche Futterentzug bereits nach 35 Tagen erreicht.

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