Der Teichfilter - Koi World GmbH

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Der Teichfilter

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Der Filter ist das Herz des Gartenteiches.

Es gibt unübersichtlich viele verschiedene Filtersysteme. Der Durchblick ist meist fast unmöglich.
Grundlegend muss ein Filtersystem für den Gartenteich immer aus zwei Filterstufen bestehen, aus dem mechanischen und dem biologischen.
Im mechanischen Teil werden sichtbare Schwebestoffe aus dem Wasser gefiltert. Im biologischen werden giftige Stickstoffverbindungen wie Ammonium, Nitrit und Nitrat abgebaut.
Unabhängig vom Filter wird immer ein UV-C Gerät (2-3 Watt/m³) zur Algenbekämpfung benötigt.
Erfüllt der Teichfilter diese Aufgaben und wird er der Teichgrösse entsprechend gewählt, steht einem sauberen und gesunden Gartenteich nichts im Weg.

Klares Wasser?
Die Ansprüche an die "Klarheit" des Wassers driften stark auseinander. Während der Teichbewohner klares Wasser meiden würde, will der Teichbesitzer mindestens bis zum Boden sehen.
Bei deutlich klarem Wasser besteht im Sommer die Gefahr, dass sich die Fische schwere Verbrennungen/Sonnenbrand auf ihren Rücken zuziehen. Die zurückbleibenden Narben sehen hässlich aus und meistens verliert der Fisch an diesen Stellen auch die Farben. Zurück bleibt ein Koi, der jedes Jahr wiederholt wegen blutunterlaufenen Stellen auf dem Rücken behandelt werden muss ...

Wie vermeiden Sie Verbrennungen?
Wer klares Wasser im Teich will, muss während den Sommermonaten für eine wirkungsvolle Beschattung des Teiches sorgen! Genügend bepflanzte Schwimminseln oder die bewährten Dreiecktücher helfen den Fischen, sich gegen die gefürchteten Verbrennungen zu schützen.



Wie erreichen Sie klares Wasser?
Klares Wasser erhalten Sie, wie bereits erwähnt, wenn die Schwebestoffe aus dem Teich entfernt werden.

Die aktuellen Filter sind die Bandfilter, Trommelfilter, Siebfilter, Fliesfilter, Schaumstofffilter, Moving Bed Filter und Kombinationen daraus. Je mehr Filterstufen, desto klarer wird das Wasser. Vermeiden Sie Steine im Koiteich, um Bodensedimente zu verhindern. Eine gute Strömung führt den Schmutz zu den Abläufen im Boden und eine grosse Umwälzung bedeutet eine schnelle Klärung. Die korrekte Dimensionierung des Filtersystems ist die Basis für klares, gesundes Wasser.


Wie erreichen Sie gesundes Wasser?

Gesundes, fischgerechtes Wasser ist frei von Giftstoffen und belastenden Bakterien. Belastende Bakterien entstehen durch Fäulnis und Überbelastung des biologischen Filters. Diese Bakterien fressen regelrechte Löcher in die Haut und das Fleisch der Fische. Diese Bakterien müssen laufend bekämpft werden. Sei es durch regelmässigen Teilwasserwechsel, durch gezieltes, nicht übermässiges Füttern und durch die regelmässiges Reinigung des Teichfilters. Eine sehr wirksame Bekämpfung dieser unerwünschten Bakterien ist die regelmässige Zugabe von Aqua 5 dry Bakterien. Diese Nahrungskonkurrenten zerstören die Basis der krankmachenden Bakterien und verhindern zugleich unkontrollierten Algenwuchs.


1 bis 2 Mal stündlich sollte das Teichvolumen umgewälzt werden, um klares Wasser zu erhalten. Koi verschmutzen das Wasser stark und somit muss die Umwälzung hoch sein. Unsere Teichfilter werden allen Ansprüchen gerecht: Die einen etwas mehr jenen der Fische, die anderen etwas mehr jenen der Teichbesitzer ...

Berechnung der korrekten Filtergrösse
Um die richtige Filtergrösse für einen Teich zu bestimmen, müssen verschiedene Parameter und Umstände berücksichtigt werden.

Wie viel Wasser ist im Teich?
Wie tief ist der Teich?
Wie lange scheint die Sonne an einem Sommertag in den Teich?
Wie viele Fische sollen in 5 bis 10 Jahren im Teich gepflegt werden?
Was für Fische sollen künftig gepflegt werden?

Die Antworten auf diese Fragen helfen, die Filtergrösse relativ einfach zu bestimmen.

Beispiel: Ein Teich vor dem Haus ist nach Süden ausgerichtet und hat eine Tiefe von 1,5 bis 2 Metern. 1/3 des Teichs besteht aus einer Flachwasserzone, die zwischen 30 und 50cm tief ist. Der Teich umfasst 20'00 Liter. Dem Volumen entsprechend werden darin in Zukunft 15 bis 20 Koi gepflegt werden. Ein normal entwickelter Koi wird nach einigen Jahren 50 bis 70cm gross. Somit sind das locker 40 bis 60kg Fisch, die täglich Urin und Kot absetzen und damit das Teichwasser sowie den Filter belasten.
Daraus ergibt sich folgende Rechnung:
Für die mechanische Reinigung des Wasser wird der Inhalt (20'000 Liter) plus wegen Südausrichtung und fehlender Beschattung 25% dazu gerechnet. Falls der ganze Teich weniger als 1 Meter tief ist, müssen weitere 25% dazu gerechnet werden. In unserem Beispiel betrifft die "Untiefe" 1/3 der Teichoberfläche und das bedeutet im Sommer verstärktes Algenwachstum, weil sich die Untiefe viel schneller erwärmt. Parallel dazu kühlt der Teich im Winter bedeutend schneller ab. Für diesen Umstand müssen ca. 15% zusätzlich gerechnet werden.
Somit hat unser Teich ein rechnerisches Volumen von 28'000 Liter Wasser.
Dieses Mehrvolumen muss wegen der UV-C Berechnung berücksichtigt werden. Bei Goldfischbesatz reichen 2 Watt pro 1000 Liter Wasser. Bei Koibesatz müssen 3 Watt pro 1000 Liter Wasser kalkuliert werden. Unser Musterteich benötigt eine 80 Watt UV-C für "ungetrübte" Freude am Koiteich.
Die Wasserzirkulation muss ebenfalls bei der Filterwahl berücksichtigt werden. Damit das Wachstum der Grünalgen nicht schneller als die Umwälzung und somit als die Filtration ist, muss der Koiteich 1 bis 2 Mal pro Stunde umgewälzt werden. Und dies durch den Filter!
Unser Beispielteich benötigt demzufolge eine Pumpe von 25' bis 30'000 Liter pro Stunde, um die von der UV-C vernichteten Grünalgen (Schwebealgen) aus dem Teich zu filtern. Grüne Koiteiche sind immer ein Zeichen von viel zu wenig UV-C-Strahlung und/oder einer zu kleinen Umwälzrate.
Biologische Filterung:
Die biologische Filterung des Teichwassers ist der nächste Schritt. Um einen funktionierenden Stickstoffkreislauf zu erzielen, muss ein biologischer Filter mit genügend Oberfläche für die nitrifizierenden Bakterien eingebaut werden. Grob gerechnet werden pro 1000 Liter Wasser 10 Liter eines modernen Filtermediums gerechnet. Nicht erschrecken, aber bei 28'000 Liter Wasser sind das bereits 280 Liter! Da moderne Filteranlagen über verschiede Filterstufen verfügen, die groben Schmutz aus dem Wasserkreislauf entfernen, muss die Biomasse nicht ganz so gross ausfallen. In so genannten Moving Bed Filtern werden moderne Kunststoffkörper mit Luft im Filter herumgewirbelt, was die Effizienz des Giftabbaus extrem steigert. Theoretisch wäre diese Biomasse auch durch Pflanzenfilter ersetzbar, hätten wir den Winter nicht, der uns einen Strich durch die Rechnung macht. Im Frühling ist es viel einfacher, Kunststoffmedien wieder auf Trab zu bringen, als abzuwarten, bis erfrorene Pflanzen wieder nachgewachsen sind. Zudem düngen abgestorbene Pflanzenreste das Wasser laufend, wodurch die Chance eines "gesunden" Fadenalgenwachstums auch wieder unsere Laune verderben kann. A propos Fadenalgen: Die meisten Probleme mit Fadenalgen werden durch den Koibesitzer selbst erzeugt, indem er viel zu viel füttert! Bei extremen Vorkommen von Fadenalgen hilft nur noch der Griff zu Algofix/Algoxan welches die Fadenalgen abtötet und Sedox, welches das zu viel an Phosphat im Teich an Feststoffe bindet, die dann wieder herausgefiltert werden können. Beide Produkte sind im Shop erhältlich.
Zurück zu unserem Beispielteich: Hätte der Teich eine regelmässige Tiefe von 1,5 bis 2 Meter, wäre der rechnerische Inhalt noch 25'000 Liter. Würde der Teich zusätzlich durch Bäume oder mit einem Sonnensegel über Mittag beschattet, müssten wir die Technik nur für 20'000 Liter rechnen und kaufen!


Unser Tip: Vermeiden sie Flachwasserzonen.

Berücksichtigen Sie vor dem Realisieren des Teiches alles, was Sie hier gelesen haben, und Sie werden einen Teich besitzen, der Ihnen viele Jahre grosse Freude bereitet.

Nachtrag zu den Kosten:
Wenn Sie den Teich selbst bauen (selbst baggern, abführen, mauern und Platten legen), werden Kosten in Höhe von ca. CHF 1.-/Liter kalkuliert.
Wenn Sie den Teich bauen lassen, sind CHF 2.- bis 3.- pro Liter Teichvolumen als Richtwert zu budgetieren.


Tipp: Schliessen Sie uns in die Planung ein. Wir helfen Ihnen, Enttäuschungen vorzubeugen.

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